Hedy Eppstein am 26. Mai 2016 verstorben

If we don’t try to make a difference, if we don’t speak up, if we don’t try to right the wrong that we see, we become complicit. I don’t want to be guilty of not trying my best to make a difference.

Hedy Eppstein (1924 – 2016)



Mit Bedauern nimmt die Vertretung des Staates Palästina in Österreich den Tod von Hedy Eppstein zur Kenntnis.


Hedy Eppstein wuchs bis zu ihrem 15. Lebensjahr als Tochter einer jüdischen Familie in Deutschland auf, ehe sie 1939 mit einem Kindertransport nach England geschickt wurde. Trotz großer Bemühungen schafften es ihre anderen Familienmitglieder nicht, Deutschland zu verlassen und wurden 1942 nach Ausschwitz deportiert und ermordet. 1945 kehrte Hedy Epstein nach Deutschland zurück, um bei dem Nürnberger Ärzteprozess als Übersetzerin zu arbeiten, 1948 wanderte sie in die USA aus, wo sie in einer Rechtsanwaltskanzlei arbeitete und sich für Opfer von Diskriminierungen und für die Rechte rassistisch ausgegrenzter Menschen engagierte.


So galt Hedy Eppsteins Stimme auch den Palästinensern und Palästinenserinnen unter israelischer Besatzung. Beginnend im Jahr 2003 reiste sie mehrfach ins Westjordanland um sich für die Rechte der Palästinenser einzusetzen. Ende Dezember 2009 beteiligte sie sich mit etwa 1400 Aktivisten aus aller Welt am „Gaza Freedom March“ und trat in Ägypten in den Hungerstreik, da den Aktivisten die Einreise über Rafah in den Gazastreifen verweigert wurde. Im Mai 2010 unterstützte sie den internationalen Hilfskonvoi von Free Gaza Movement, der vom israelischen Militär aufgebracht wurde, auch galt ihre Unterstützung stets der BDS-Bewegung.


Hedy Eppstein verstarb am 26. Mai 2016 in St. Louis, USA - Palästina hat mit ihr eine bedeutende Unterstützerin verloren.



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