Nach Abstimmung der UNO-Vollversammlung: Palästina führt 2019 Vorsitz der G 77


Mit einer am Dienstag verabschiedeten Resolution der UN-Vollversammlung wird Palästina ab Januar 2019 erstmals den Vorsitz der Gruppe der 77 (kurz G 77) bei den Vereinten Nationen übernehmen.


Die Generalversammlung der Vereinten Nationen stimmte über die Resolution ab; die überwältigende Mehrheit von 146 UN-Mitgliedsstaaten erklärte sich dafür, nur drei Mitgliedsstaaten (USA, Israel und Australien) dagegen und 15 Staaten (darunter auch Österreich) enthielten sich der Stimme.


„Wir danken den 146 Mitgliedsstaaten, die sich mit ihrer Zustimmung nicht nur Palästina zum Vorsitz der G 77 ernannt haben, sondern damit auch ein deutliches Zeichen dahingehend gesetzt haben, als dass sie Palästina als einen soliden Partner auf der weltpolitischen Bühne schätzen und unterstützen“, so Botschafter Salah Abdel Shafi. „Die Übernahme des Vorsitzes der G 77 und die damit verbundene Verantwortung führt über den bisherigen Beobachterstatus des Staates Palästina bei den Vereinten Nationen hinaus und lässt Palästina verstärkt wie einen UN-Mitgliedsstaat agieren.“


Die G 77 wurde 1964 im Verlauf der ersten Welthandelskonferenz (UNCTAD) gegründet. Sie ist die – nach Anzahl der Länder – größte Gruppe innerhalb der Vereinten Nationen. Den Vorsitz übernimmt immer für ein Jahr einer der Mitgliedsstaaten und stellt die höchste politische Ebene in der Organisationsstruktur der G 77 dar.


Palästina übernimmt ab Januar 2019 den Vorsitz der G 77 von Ägypten. Hauptziel der G 77 ist, die Süd-Süd-Kooperation zu stärken und die Position der Entwicklungsländer auf dem Weltmarkt, u.a. mittels stärkerer Verhandlungspositionen, zu verbessern.



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