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UN-OHCHR: Israel greift systematisch öffentliche Bedienstete in Gaza an und sorgt so für einen Zusammenbruch der zivilen und öffentlichen Ordnung

  • 9. Juni
  • 1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 6 Tagen

Am 4. Juni veröffentlichte das UN-Menschenrechtsbüro (OHCHR) eine Erklärung, in der festgestellt wird, dass die israelische Armee bei Angriffen in Gaza systematisch öffentliche Bedienstete ins Visier nimmt. Insbesondere betrifft dies Angehörige der Polizei des Gebiets, die für die Friedens- und Wiederaufbaubemühungen von entscheidender Bedeutung ist. Das OHCHR verweist auf „wiederholte Angriffe“ und „routinemäßige gezielte Angriffe“ auf Polizeibeamte in Gaza und erklärt, diese seien bei der Verkehrsregelung sowie bei Patrouillen auf Straßen und überfüllten Märkten getötet worden.


Diese „systematische gezielte Bekämpfung“ wichtiger öffentlicher Einrichtungen und Mitarbeiter*innen habe zu einem Zusammenbruch der zivilen und öffentlichen Ordnung geführt, erklärt Mayy El Sheikh, Sprecherin des OHCHR in den besetzten palästinensischen Gebieten. Seit Januar 2026 hat das OHCHR mindestens 12 Angriffe auf die Polizei registriert, bei denen mehr als 53 Zivilist*innen getötet wurden, darunter 35 Polizeibeamte, fünf Buben und eine Frau. Allein im Mai wurden vier Angriffe verzeichnet, bei denen 12 Polizeibeamte ums Leben kamen.


Zu den Vorfällen gehören:

23. Mai – Israelischer Angriff auf einen Polizeikontrollpunkt in Al Tawam, Gaza-Stadt, bei dem mindestens fünf Polizeibeamte und zwei weitere Personen, darunter ein Junge, getötet wurden.

24. April 2026 – Israelischer Drohnenangriff auf ein Polizeifahrzeug im Lager Al Mawasi westlich von Khan Yunis, bei dem vier Polizeibeamte und vier Zivilist*innen, darunter ein neunjähriger Junge, getötet wurden.

31. Januar 2026 – Israelischer Luftangriff auf die Polizeistation Ash Sheikh Radwan in Gaza-Stadt, bei dem 11 Menschen, darunter fünf Polizeibeamte und ein Junge, getötet wurden.


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Informationen entnommen aus:

UN-OHCHR, 4. Juni 2026



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