Zum vierten Mal in weniger als zehn Jahren: Gaza wird bombardiert

Auslöser der Aggressionen war das Eindringen einer israelischen Militär-Eliteeinheit am Sonntag in den Gazastreifen, bei der sechs Palästinenser getötet und mehrere verletzt wurden. Danach eskalierten die Ereignisse. Zum vierten Mal in weniger als 10 Jahren wird ein großangelegter militärischer Angriff von Seiten Israels auf Gaza verübt.


„Die Tatsache, dass Israel immer wieder Gaza bombardiert, ist auch ein Ergebnis davon, dass Israel dafür weder aktuell noch in der Vergangenheit je zur Rechenschaft gezogen wurde. Angriffe auf ZivilistInnen – auf beiden Seiten – sind zu verurteilen. Im Allgemeinen trägt die völkerrechtswidrige israelische Besatzung und die Belagerung des Gazastreifens Schuld an dieser Situation“, so Botschafter Salah Abdel Shafi in seinem Statement. „Im Besonderen jedoch hat das Eindringen einer israelischen Eliteeinheit in den Gazastreifen den ohnehin wackeligen Waffenstillstand gebrochen und zu einer Eskalation der Ereignisse geführt. Die Welt ist einmal mehr dazu aufgerufen, zu intervenieren, um dem Blutvergießen ein Ende zu setzen und endlich eine politische Lösung im Sinne der Zwei-Staaten-Lösung umzusetzen.“



Nachtrag:


Mit Bedauern nimmt die Vertretung des Staates Palästina die Berichterstattung verschiedener österreichischer Medien zur Kenntnis. Hierbei wird die Abfolge der Ereignisse außer Acht gelassen – in einer Zeit, wo Ägypten, Katar und UNO kurz davor waren, einen Waffenstillstand zwischen Hamas und Israel zu vereinbaren, dringt eine israelische Eliteeinheit in den Gazastreifen ein und tötet dabei Menschen. Hier muss auch der – oftmals so voreilig verwendete – Begriff von Terrorismus hinterfragt werden, der immer nur einer Seite dieser Konfliktpartei zugeschrieben wird. Oftmals in der Berichterstattung vergessen bzw. überhaupt nicht erwähnt wird hierbei jedoch die von Israel ausgelöste humanitäre Katastrophe von zwei Millionen PalästinenserInnen am Gaza-Streifen. Es darf hierbei die Erwartung an JournalistInnen gestellt werden, sich der Objektivität verpflichtet zu fühlen und auf eine ausgewogene Berichterstattung Wert zu legen.