Zum gestrigen Tag der Frauen

Am 108. Internationalen Frauentag galten unsere Gedanken insbesondere den palästinensischen Frauen.

In Gaza, Westjordanland und Ost-Jerusalem leiden palästinensische Frauen massiv unter der seit mehreren Jahrzehnten andauernden israelischen Besatzung. Derzeit befinden sich 43 palästinensische Frauen als politisch Inhaftierte in israelischen Gefängnissen, seit 1967 wurden insgesamt 16 000 palästinensische Frauen in israelischen Gefängnissen inhaftiert, darunter Minderjährige, Abgeordnete, Mütter und alte Frauen.

Das Leben vieler Frauen ist jedoch auch geprägt von ökonomischer, familiärer, häuslicher und emotionaler Instabilität, die in vielen Fällen im engen Zusammenhang mit der israelischen Besatzung und deren vielfältigen Auswirkungen auf Alltags- und Lebenswelt von Frauen steht. Palästinensische Frauen können die für sie traumatisierenden Erlebnisse und Erfahrungen oftmals nur ungenügend verarbeiten (hierfür fehlen auch entsprechende soziale Dienste bzw. die Inanspruchnahme dieser) und zeigen häufig posttraumatische Belastungsstörungen.

Insbesondere die zunehmend ökonomische Verschlechterung in den israelisch besetzten Gebieten geht zu Lasten der Frauen. Hierbei kann von einer Feminisierung der Armut gesprochen werden, da die Mehrheit der von der Armut betroffenen Personen Frauen sind.

Erst neulich hat der palästinensische Präsident Mahmud Abbas ein Dekret erlassen, wonach das Heiratsalter von palästinensischen Frauen mindestens 18 Jahre betragen muss. Somit soll ein weiterer Schritt zum Schutz von Frauen – und hierbei insbesondere von minderjährigen Frauen – gesetzt werden.

„Am Tag der Frauen gelten unsere Gedanken insbesondere jenen palästinensischen Frauen, die von den vielfältigen Auswirkungen der israelischen Besatzung betroffen sind“, so Botschafter Salah Abdel Shafi. „Meine Gedanken gelten den 43 Palästinenserinnen in israelischen Gefängnissen. Meine Gedanken gelten jenen Frauen im Westjordanland und in Ostjerusalem, die von Hauszerstörungen und Vertreibungen betroffen sind. Meine Gedanken gelten jenen palästinensischen Frauen, die von illegalen Siedlungen und Siedlergewalt betroffen sind. Meine Gedanken gelten den Frauen in Gaza, die unter denkbar schwierigen Bedingungen versuchen, das Leben ihrer Familien zu sichern. Ich rufe die internationale Staatengemeinschaft dazu auf, ihrer Verantwortung für den besonderen Schutz von Frauen und Mädchen in Kriegsgebieten, wie in Resolution 1325 des UN-Sicherheitsrates manifestiert, gerecht zu werden. Verletzungen von Menschenrechten im Allgemeinen und Verletzungen von Frauenrechten im Besonderen müssen untersucht und die verantwortlichen Täter zur Rechenschaft gezogen werden.“

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