Living Hell - Das israelische Gefängnissystem als ein Netzwerk von Folterlagern (Auszüge aus dem neuen Bericht von B’tselem)
- office16022
- vor 3 Tagen
- 9 Min. Lesezeit
„Einen Tag nach unserer Ankunft in Sde Teiman begann ich, unerträgliche Schmerzen in meinen Füßen zu spüren. Nach und nach verlor ich die Fähigkeit zu stehen. […] Am 14. März 2024 wachte ich auf und lag in einer großen Blutlache. Ich war im Schock. Ich schaute auf meine Füße und sah, dass sie bluteten. Es war ein schrecklicher Anblick, und ich begann hysterisch zu schreien und zu weinen, in der Hoffnung, dass jemand kommen würde, um mir zu helfen. Ich wurde ins Gefängniskrankenhaus gebracht. Ich hörte, wie der Arzt den Soldaten sagte, dass ich schwere Schläge auf die Nieren erlitten hatte, die auch die Wunden an meinen Füßen verursacht hatten. Ich blieb zehn Tage im Krankenhaus und wurde sieben Mal an den Beinen operiert. Die ganze Zeit über war ich gefesselt und hatte eine Augenbinde. Ich war ans Bett gefesselt und konnte mich überhaupt nicht bewegen oder gehen. […] Etwa eine Woche später sagte mir ein Arzt in Uniform: „Hören Sie, Ihr Leben ist in Gefahr. Sie müssen sich entscheiden zwischen der Amputation beider Beine oder dem Tod.“ Ich fing an zu weinen und zu schreien, in der Hoffnung, dass jemand meine Schmerzen, meine Qualen, meine Trauer hören würde. Sie gaben mir ein Dokument und zwangen mich zu unterschreiben, dass ich der Amputation beider Beine zustimme.“
Jibril a-Safadi, 45, Diabetiker und Vater von sechs Kindern, aus Khan Yunis
„Die Soldaten schleiften mich über den Boden und steckten mich in eine enge Zelle, die wie ein Sarg aussah. Einer von ihnen sagte zu mir: „Wir lassen dich in diesem Sarg, bis du stirbst, du Hurensohn." [...] Ich blieb mehrere Tage lang in diesem Sarg eingesperrt, völlig isoliert, ohne Essen und fast ohne Wasser.“
Mahmoud Abu Ful, 26, aus Beit Lahiya
„Die Soldaten fesselten meine Hände, verbanden mir die Augen mit einem Tuch und ließen mich nackt zurück. [...] Sie drückten Zigaretten auf meinem Körper aus, gossen Salzsäure über mich und verbrannten mir den Rücken mit einem Feuerzeug. Durch die Verbrennungen verlor ich das Augenlicht auf meinem linken Auge.“
Muhammad Abu Tawilah, 35, Vater eines Kindes, aus Gaza Stadt
„Sie fesselten meine Hände hinter meinem Rücken, verbanden mir die Augen und hängten mich an einen Haken, wie ihn Metzger verwenden, um geschlachtete Schafe aufzuhängen. Sie ließen mich fast 10 Stunden lang dort hängen. Während wir dort hingen, schlugen sie uns, vor allem auf die Brust.“
Nassim a-Radi‘, 34, Vater von vier Kindern, aus Beit Lahiya
„Während der Verhöre versuchten die Verhörenden, mich dazu zu überreden, mit ihnen zusammenzuarbeiten. Sie versprachen mir neue Kleidung und Essen, aber ich lehnte ab. Sie sagten mir, dass sie meine gesamte Familie getötet hätten, was mich emotional sehr mitnahm. Ich wollte sterben.“
„Ich habe auch Gefangene gesehen, die sexuell missbraucht wurden. Einige wurden von Hunden an empfindlichen Stellen angegriffen und mussten anschließend notoperiert werden. Einige Gefangene bluteten aus dem Rektum und der Harnröhre. Einem musste aufgrund von Vernachlässigung und Verweigerung der Behandlung ein Bein amputiert werden.“
Ibrahim Fuda, 35, Vater von zwei Kindern, aus Beit Lahiya
„Die Soldaten packten mich, hoben mich an den Armen hoch und hängten mich auf. [...] Sie holten einen Dildo, legten ihn unter mein Gesäß und begannen dann, die Kette zu senken, während sie mich festhielten, bis ein Teil des Dildos in meinen Anus eindrang. Es war der schlimmste Schmerz, den ich je erlebt habe.“
Muhammad Khader, 36, Vater von fünf Kindern, aus Beit Hanoun
[Alle sieben Aussagen wurden dem neuen Bericht „Living Hell“ der israelischen Menschenrechtsorganisation B’Tselem über die furchtbaren Haftbedingungen in israelischen Gefängnissen entnommen.]
Israel hat seine Gefängnisse in ein Netzwerk von Folterlagern für Palästinenser*innen verwandelt. Die Gefangenen sind in jeder Einrichtung, in der sie festgehalten werden, schwerer Gewalt, vorsätzlicher Demütigung, Hunger, Schlafentzug, Verweigerung medizinischer Versorgung und Misshandlung ausgesetzt. Einige wurden auch schwer sexuell missbraucht. Seit Oktober 2023 sind mindestens 84 Palästinenser in diesen Folterlagern gestorben.
Die politischen Entscheidungsträger, allen voran der Minister für nationale Sicherheit Itamar Ben Gvir, prahlen in Fernsehberichten und in den sozialen Medien mit dem, was in diesen Folterlagern geschieht.
Heute haben wir „Living Hell“ veröffentlicht, einen Bericht über die Situation der Palästinenser in israelischer Haft. Er basiert auf den Aussagen von Palästinensern, die in den letzten Monaten freigelassen wurden, sowie auf Recherchen, Berichten, aktuellen Nachrichten und Zahlen des israelischen Gefängnisdienstes und knüpft an unseren vorherigen Bericht zu diesem Thema, „Willkommen in der Hölle“, vom August 2024 an.
Systematische, vorsätzliche Misshandlungen prägen weiterhin die Politik Israels gegenüber palästinensischen Gefangenen in seiner Haft und sind ein weiteres Merkmal des koordinierten Vorgehens des israelischen Regimes gegen das palästinensische Volk.
B’tselem, 20. Jänner 2026
(Vollständiger Bericht in englischer Sprache)
Einleitung
Im Juli 2024 veröffentlichte B'Tselem den Bericht „Welcome to Hell“ über die Behandlung palästinensischer Häftlinge im israelischen Strafvollzugssystem und ihre Inhaftierung in Folterlagern unter unmenschlichen Bedingungen. Der Bericht enthält Aussagen von 55 palästinensischen Männern und Frauen, die seit dem 7. Oktober 2023 in israelischen Gefängnissen und Haftanstalten inhaftiert sind.
Die Aussagen offenbarten die Folgen eines überstürzten Prozesses, in dessen Verlauf israelische Haftanstalten, sowohl militärische als auch zivile, in ein Netzwerk von Lagern umgewandelt wurden, in denen die Misshandlung von Häftlingen zur gängigen Praxis wurde. Ein Ort dieser Art, an dem jede und jeder, der ihn betritt, zu absichtlichen, schweren und unerbittlichen Schmerzen und Leiden verurteilt ist, ist de facto ein Folterlager. Die vorliegende Aktualisierung gibt einen Überblick über die Situation palästinensischer Gefangener, die bis Anfang Januar 2026 von Israel inhaftiert waren.
Die Umwandlung israelischer Gefängnisse in Folterlager für palästinensische Häftlinge muss im Zusammenhang mit Israels koordinierten Angriffen auf die palästinensische Bevölkerung seit Oktober 2023 gesehen werden, insbesondere im Hinblick auf den anhaltenden Völkermord in Gaza. Die seit der Gründung des Staates Israel geprägten Grundlagen des Regimes, die den Völkermord im Gazastreifen, die grassierende Gewalt und ethnische Säuberungen im Westjordanland sowie die Verfolgung palästinensischer Bürger*innen Israels ermöglichen, prägen auch die Behandlung von Gefangenen. An erster Stelle stehen dabei die Entmenschlichung der Palästinenser*innen als Gruppe und die Anwendung extremer Gewalt gegen sie (weitere Informationen finden Sie im Bericht „Our Genocide“ von B'Tselem vom Juli 2025).
Dieses Update greift die im ursprünglichen Bericht aufgeführten Kategorien von Misshandlungen wieder auf und nutzt sie, um die aktuelle Lage und etwaige neue Entwicklungen zu bewerten. Es basiert auf 21 Zeugenaussagen, die B'Tselem von Palästinensern erhalten hat, die im Rahmen des Abkommens zwischen Israel und der Hamas im Oktober 2025 oder in den Monaten davor freigelassen wurden. Viele freigelassene Gefangene haben zu viel Angst, um Aussagen zu machen, da – laut den Zeugen, mit denen wir gesprochen haben – die israelischen Behörden damit gedroht haben, jeden erneut zu verhaften, der Informationen über seine Erfahrungen im Gefängnis weitergibt. Die Drohungen wurden sowohl vor als auch nach der Freilassung der Gefangenen ausgesprochen, was verdeutlicht, wie Israel den Freiheitsentzug als wichtiges Mittel zur Unterdrückung der Palästinenser*innen einsetzt.
Diese Versuche, freigelassene Gefangene zum Schweigen zu bringen, sind ein Merkmal einer vielschichtigen Politik des israelischen Apartheidregimes, die darauf abzielt, Palästinenser*innen zu entmenschlichen und ihnen ihre Menschlichkeit als Kollektiv abzusprechen, sei es durch Inhaftierung und Folter oder durch Einschüchterung, politische Unterdrückung und Zensur. Die vorliegende Aktualisierung stützt sich auch auf mehrere andere Quellen, darunter aktuelle Forschungsergebnisse und Berichte von Menschenrechtsorganisationen, die regelmäßig die Bedingungen in israelischen Gefängnissen beobachten, Medienberichte, Daten des Israel Prison Service (IPS) und Materialien, die in Petitionen an den Obersten Gerichtshof Israels eingereicht wurden.
Alle Ergebnisse zusammen führen zu einer eindeutigen Schlussfolgerung: Israel setzt seine systematische, institutionalisierte Politik der Folter und Misshandlung palästinensischer Gefangener fort, die vom politischen System, dem Justizsystem, den Medien und natürlich den Gefängnisbehörden selbst gebilligt und unterstützt wird, die sich offen mit den qualvollen Bedingungen brüsten, unter denen palästinensische Häftlinge festgehalten werden.
Ein eindrucksvolles Beispiel für Letzteres ist eine Reihe von PR-Artikeln, die gemeinsam von Itamar Ben Gvir, dem für das Strafvollzugssystem zuständigen Minister, und der Pressestelle des Israel Prison Service (IPS) veröffentlicht wurden und den israelischen Medien „seltene Einblicke” in Gefängnisblöcke bieten, in denen Palästinenser*innen unter menschenunwürdigen Bedingungen festgehalten werden. In diesen Beiträgen stellen Minister Ben Gvir und IPS-Beamte die Misshandlung von Gefangenen zur Schau, wobei die Medien als Sprachrohr für die rassistische und gewalttätige Ideologie des Ministers dienen und die damit verbundenen Verbrechen und schweren Menschenrechtsverletzungen kaum oder gar nicht kritisieren.
Diese systematische Misshandlung findet keineswegs im Verborgenen statt, sondern wird öffentlich zur Schau gestellt, ohne dass versucht wird, sie zu verbergen oder zu verschleiern. Tatsächlich prahlen die Verantwortlichen offen damit, und das gesamte israelische Regime ist daran beteiligt. Daher zielen dieser Bericht und andere nicht darauf ab, die unmenschlichen Bedingungen, unter denen palästinensische Gefangene festgehalten werden, „aufzudecken“ – Bedingungen, die in der israelischen Öffentlichkeit seit zwei Jahren bekannt und normalisiert sind. Obwohl die Misshandlungen offen und gut dokumentiert sind, haben internationale Akteure bisher davon abgesehen, wirksam einzugreifen, was ein weiterer Faktor ist, der die Fortsetzung der systematischen Folter ermöglicht. Die Folterung palästinensischer Gefangener, die von den israelischen Medien alle als „Terroristen“ bezeichnet werden, ist zu einer akzeptierten Norm geworden.
Angesichts dieser Realität fordern wir erneut alle Staaten, Gremien und internationalen Institutionen auf, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um die sofortige Beendigung der grausamen Behandlung und Folter palästinensischer Gefangener durch das israelische Regime zu erreichen. Angesichts der Schwere dieser Verbrechen ist es die Pflicht der internationalen Gemeinschaft, darauf zu bestehen, dass Israel zur Rechenschaft gezogen wird und die Verantwortlichen vor Gericht gestellt werden.
Wichtigste Erkenntnisse
Basierend auf den laufenden Beobachtungen und Dokumentationen von B'Tselem starben vom Beginn des Krieges im Oktober 2023 bis Anfang Januar 2026 84 palästinensische Gefangene und Häftlinge (darunter ein Minderjähriger), deren Identität bekannt ist, in israelischen Gefängnissen oder Haftanstalten. Menschenrechtsorganisationen und andere Medien berichten von einer noch höheren Zahl – mindestens 94 Todesfälle, darunter auch einige, deren Identität unbekannt ist. Bis August 2025 starben mindestens sechs Palästinenser während Verhören durch den ISA (Shin Bet).
Aussagen von freigelassenen Gefangenen deuten auf ein gravierendes Muster sexueller Gewalt in Haftanstalten und Gefängnissen hin, das von Androhung sexueller Übergriffe über erzwungenes Entkleiden bis hin zu tatsächlichen sexuellen Übergriffen reicht. Dazu gehören Schläge auf die Genitalien, die schwere Verletzungen verursachten, das Hetzen von Hunden auf Gefangene und erzwungene anale Penetration mit verschiedenen Gegenständen.
Häftlinge und Gefangene sind weiterhin häufiger institutionalisierter und organisierter Gewalt und Misshandlung ausgesetzt, darunter Elektroschocks, Einsatz von Tränengas und Blendgranaten, Verbrennungen durch das Ausdrücken von Zigaretten auf ihren Körpern oder das Übergießen mit kochenden Flüssigkeiten, Schüsse mit gummibeschichteten Metallkugeln, Schläge mit Schlagstöcken und das Hetzen von Hunden auf sie.
Die Lebensbedingungen für Gefangene und Häftlinge sind nach wie vor unmenschlich, darunter extreme Überbelegung, längere Fesselung und Verweigerung des Kontakts zur Außenwelt sowie absichtliche Aushungerung, schlechte Verpflegung und Verweigerung grundlegender Hygiene wie Duschen, saubere Kleidung und sauberes Trinkwasser. Die Bedingungen im Rakefet-Flügel des Ayalon-Gefängnisses (Ramla), der vollständig unterirdisch liegt, sind besonders hart.
Die Verweigerung medizinischer Versorgung dient weiterhin als Foltermethode an sich und führt zu irreversiblen Schäden, die von Amputationen von Gliedmaßen über den Verlust des Gehörs und des Augenlichts bis hin zu Todesfällen reichen. Die Hautkrankheit Krätze ist besonders weit verbreitet, da sie nicht angemessen behandelt wird und sich weiterhin in den Einrichtungen ausbreitet.
Wie viele Gefangene und Häftlinge befinden sich derzeit in israelischer Haft?
Laut dem vierteljährlichen Häftlingsbericht des IPS befanden sich im September 2025 10 863 Palästinenser*innen in Haft, die vom israelischen Regime als „Sicherheitshäftlinge” eingestuft wurden. Davon waren 7 425 Bewohner*innen des Westjordanlands, einschließlich Ostjerusalem, 2 931 Bewohner*innen des Gazastreifens und 507 Bürger*innen Israels. Unter diesen Häftlingen wurden 3 521 als „Verwaltungshäftlinge” (Palästinenser*innen, die ohne Gerichtsverfahren und ohne die Möglichkeit, sich gegen die Vorwürfe zu verteidigen, inhaftiert sind) definiert, 1 492 als „Sicherheitsverurteilte” (Palästinenser*innen, die von einem Gericht verurteilte Haftstrafen verbüßen), 2 623 wurden als „ungesetzliche Kämpfer” (Palästinenser*innen aus Gaza, die ohne Gerichtsverfahren inhaftiert sind) und 3 227 als „Sicherheitshäftlinge” (Palästinenser*innen, gegen die ein Gerichtsverfahren läuft, die aber noch nicht verurteilt wurden) definiert. Dem Bericht zufolge waren 350 der palästinensischen Häftlinge Minderjährige und 48 Frauen.
Während Israel palästinensische Häftlinge, wie oben beschrieben, in verschiedene Kategorien einteilt, liegt der Schwerpunkt dieses Berichts auf den unmenschlichen Haftbedingungen, unter denen sie leben. Dementsprechend umfasst der Begriff „palästinensische Häftlinge” in diesem Bericht Gefangene, Inhaftierte, „ungesetzliche Kämpfer” und „Verwaltungshäftlinge”, die vom Staat als „Sicherheitshäftlinge” eingestuft werden.
Im Oktober 2025, nach Veröffentlichung des letzten IPS-Quartalsberichts, wurden im Rahmen des „Waffenstillstandsabkommens“ zwischen Israel und der Hamas etwa 2 000 palästinensische Häftlinge freigelassen. Davon waren 1 700 Erwachsene und 22 Minderjährige aus dem Gazastreifen, die nach dem 7. Oktober 2023 festgenommen worden waren. Dies zeigt, dass selbst nach dem Austauschabkommen die Zahl der in Israel inhaftierten palästinensischen Häftlinge immer noch deutlich höher ist als vor dem Krieg: Sie wird auf etwa 9 000 geschätzt (Ende September 2023 betrug die Gesamtzahl der palästinensischen Häftlinge aus dem Westjordanland, einschließlich Ostjerusalem, und aus dem Gazastreifen 4 935).
Todesfälle in Haft
Basierend auf den laufenden Beobachtungen und Dokumentationen von B'Tselem starben seit Kriegsbeginn bis Dezember 2025 84 palästinensische Gefangene (darunter ein Minderjähriger), deren Identität bekannt ist, in israelischen Gefängnissen und Haftanstalten. Davon waren 50 Einwohner des Gazastreifens, 31 Einwohner des Westjordanlands und 3 palästinensische Staatsbürger Israels. Israel hat nur vier Leichen freigegeben und hält die übrigen 80 weiterhin zurück. Im Rahmen seiner Bemühungen, in Haftanstalten begangene Verbrechen zu vertuschen, verhindert Israel häufig zuverlässige Autopsien und verhindert so die Aufklärung der Umstände und Todesursachen von Dutzenden von Häftlingen, für deren Sicherheit und Gesundheit der Staat verantwortlich ist.
Ein im November 2025 von Physicians for Human Rights-Israel veröffentlichter Bericht, der auch palästinensische Gefangene mit unbekanntem Namen umfasst, enthält verifizierte Informationen über mindestens 94 Palästinenser, die seit Kriegsbeginn bis Ende August 2025 in israelischer Haft ums Leben gekommen sind. Laut Berichten von Haaretz waren bis August 2025 mindestens sechs Palästinenser während Verhören durch den Shin Bet ums Leben gekommen.
Diese Zahlen umfassen nur jene Palästinenser, von denen bekannt ist, dass sie verhaftet wurden. Das Schicksal Hunderter weiterer Palästinenser aus Gaza, die vom Militär festgenommen wurden, von denen jedoch nicht bestätigt ist, dass sie ins Gefängnis gebracht wurden, bleibt unbekannt. Dies gibt berechtigten Anlass zur Sorge, dass die oben genannten Zahlen zu niedrig angesetzt sind.
Zum Nachlesen:
"Willkommen in der Hölle - Das israelische Gefängnissystem als ein Netzwerk von Folterlagern"
Erster Bericht von B'Tselem über die israelischen Folterlager, August 2024




Kommentare