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Fünfstöckiges Gebäude in Gaza Stadt eingestürzt - Zahlreiche Tote und Vermisste

vor 3 Tagen
4 Min. Lesezeit

 

„In der Nacht ist in Gaza-Stadt ein beschädigtes fünfstöckiges Wohnhaus eingestürzt; bisher wurden mindestens acht Leichen geborgen und 23 Verletzte gerettet. Viele weitere Menschen werden unter den Trümmern noch vermisst. Das Gebäude war während des Völkermords von israelischen Streitkräften bombardiert worden, doch die Familien kehrten dorthin zurück, da es nur sehr wenige sichere Unterkünfte gibt.“

Maha Hussaini, palästinensische Journalistin, 16. September 2026. Erschütternde Bilder zeigen unter Trümmern eingeklemmte Kinder und die verzweifelten Versuche von Sanitätern und Zivilschutzmitarbeitern, sie – mit bloßen Händen – zu retten.

 

 


„Die Menschen rufen um Hilfe, andere graben mit bloßen Händen. Man hört Kinder unter den Trümmern schreien und um Hilfe flehen.

Im Morgengrauen, während wir schliefen, hörten wir eine Explosion, die wie ein Bombenangriff klang, und das ganze Haus war mit Staub bedeckt. Wir dachten, das Gebäude, in dem wir uns befanden, sei das Ziel gewesen. (...) Das Gebäude ist riesig. Dutzende Menschen lebten dort. Und aus den Zelten in der Nähe des Gebäudes, das über ihnen eingestürzt ist, werden Menschen vermisst. Ich habe gesehen, wie die Leichen einer Frau und eines Kindes geborgen wurden. Sie lagen auf einer Matratze, auf der sie geschlafen hatten. Das ist kein Anblick, an den sich irgendjemand gewöhnen sollte oder jemals gewöhnen könnte. Ich kenne eine Familie, die in diesem eingestürzten Gebäude wohnte. Sie waren erst vor kurzem dorthin gezogen, auf der Flucht vor den Artilleriegeschossen, die in der Nähe ihres Zeltes einschlugen. Die meisten Familienmitglieder sind Kinder, und bisher wurde noch niemand aus der Familie geborgen. Das ist eine Gefahr, die jeden hier in Gaza bedroht.“

Shuroaq, Mitarbeiterin von Save the Children in Gaza, aufgezeichnet von Save the Children UK, 16. September 2026

 

 


„Auf den Trümmern des Gebäudes, das heute Abend in Gaza-Stadt eingestürzt ist, stand ein Mitarbeiter des Zivilschutzes und forderte alle auf, still zu sein. Er lauschte auf eine Stimme unter den Trümmern. Er rief: „Ist noch jemand am Leben? Kannst du mich hören?“ Und von unter den Trümmern antwortete eine Kinderstimme: „Ich kann dich hören, Onkel … aber ich stecke zwischen zwei Wänden fest, ich kann mich nicht bewegen. Ich habe große Angst, und bald wird mir der Sauerstoff ausgehen … bitte helft mir.“ Drei Stunden lang blieb das Kind unter den Trümmern gefangen und wartete darauf, dass eine Hand nach ihm griff und ihn rettete. Doch die Hilfe kam zu spät. Sie zogen seinen Leichnam heraus – ein Kind, das sie hören und das zu ihnen rufen konnte. Alles, worum dieses Kind gebeten hatte, war, am Leben zu bleiben.“

Yafa Abu Akar, palästinensischer Journalist in Gaza, 16. September 2026

 

 


„Während Rettungskräfte die Trümmer durchkämmen – manche graben mit bloßen Händen –, blockiert Israel aktiv die Ausrüstung und Maschinen, die zur Rettung von Menschen und zur Unterstützung eines sinnvollen Wiederaufbaus benötigt werden. Israel muss diese Beschränkungen unverzüglich aufheben und seinen Verpflichtungen aus dem sogenannten „Waffenstillstandsabkommen“ nachkommen.“

Statement von Save the Children UK, 16. September 2026

 

 


„In Gaza ist ein Gebäude eingestürzt. Ein Gebäude - von Israel bombardiert -, das eigentlich nicht bewohnbar und bereits teilweise eingestürzt war, aber dennoch eine Art Unterkunft bot. Es stürzte um 1:00 Uhr nachts ein, während die Familien schliefen. Familien, die dort eigentlich nicht leben wollten, es aber mussten, weil es in Gaza keine andere Wahl gibt. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Postings um 9:10 Uhr (Gaza Zeit) gibt der palästinensische Zivilschutz an, bisher 11 Leichen und 12 Überlebende geborgen zu haben. Schätzungsweise 100 Menschen befinden sich noch unter den Trümmern. Die Hälfte davon, wenn nicht sogar mehr, sind Kinder.

Israel schränkt weiterhin die Einfuhr lebenswichtiger Güter nach Gaza ein, darunter Hilfsgüter sowie schwere Maschinen, Ersatzteile, Treibstoff, Öl und andere Gegenstände, die zur Beseitigung der Trümmer benötigt werden.“

Arwa Damon, ehemalige CNN-Korrespondentin und heute Leiterin der Hilfsorganisation INARA, 16. September 2026. Am 17. September gab The Guardian bekannt, dass bisher 21 Todesopfer (darunter elf Kinder) geborgen wurden, zahlreiche Menschen werden noch vermisst.




„Angesichts der bevorstehenden Regenzeit sind Hilfsorganisationen zunehmend besorgt über das erhöhte Hochwasserrisiko und eine weitere Verschlechterung der Lebensbedingungen im gesamten Gazastreifen. Es sind dringende Präventions- und Schutzmaßnahmen erforderlich, um gefährdete Bevölkerungsgruppen, kritische Infrastruktur und lebenswichtige Versorgungsdienste vor den zu erwartenden Auswirkungen der saisonalen Regenfälle zu schützen. (…)

Die Einfuhr von Gütern, die von den israelischen Behörden als „Dual-Use-Güter“ eingestuft werden, ist weiterhin extrem eingeschränkt. Für diese Güter gilt ein langwieriger Genehmigungsprozess, der häufig zu Ablehnungen führt. Von den genehmigten „Dual-Use-Gütern“ lassen die israelischen Behörden pro Woche nur 15 Lkw-Ladungen ein. Zudem beschränken sie das Entladen solcher Güter am Grenzübergang Kerem Shalom auf einen Tag pro Woche.

So wurden beispielsweise Holzprodukte und Werkzeuge von den israelischen Behörden häufig als Güter mit „doppeltem Verwendungszweck“ eingestuft. Am 26. August lehnten die israelischen Behörden die Einfuhr von 36.960 Stücken Lattenholz und 660 Notunterkunftssets (Emergency Shelter Kits, ESKs), bestehend aus Rahmenmaterialien und grundlegenden Bauwerkzeugen, über den ägyptischen Korridor ab, obwohl diese im August genehmigt worden waren. Die gleiche Ladung wurde am 2. September nach Abstimmung mit den israelischen Behörden ein zweites Mal angemeldet, jedoch erneut abgelehnt. (...) Diese Verzögerungen schränken die Verfügbarkeit kritischer humanitärer Hilfsgüter ein: Materialien, die für Reparaturen an Notunterkünften und Maßnahmen zur Winterfestmachung benötigt werden.“

Humanitarian Situation Report, UNOCHA, 4. September 2026


 

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