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Israel blockiert Einfuhr von 900 Rollstühlen für Kinder im Gazastreifen

vor 4 Tagen
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Wie der australische Sender ABC News vor wenigen Tagen berichtete, blockiert Israel die Einfuhr mehr als 900 Rollstühlen, die von zwei australischen Wohltätigkeitsorganisationen gespendet wurden, um verletzten Kindern in Gaza zu helfen.


Zwei Lieferungen der in New South Wales ansässigen Wohltätigkeitsorganisation „Kids on Wheels Alliance“ trafen bereits im Februar 2025 in Jordanien ein, während eine dritte Lieferung von „Wheelchairs for Kids“ mit Sitz in Westaustralien im Oktober 2025 eintraf. Doch anstatt an Kinder mit schweren Mobilitätseinschränkungen in Gaza ausgeliefert zu werden, sitzen die Rollstühle seit über einem Jahr in Lagerhallen in Jordanien fest, da Israel die Einfuhr nicht genehmigt.


Die robusten Rollstühle wurden speziell für unwegsames Gelände entwickelt und so konzipiert, dass sie mit den Kindern im Alter zwischen vier und 16 Jahren mitwachsen, wodurch sich die Notwendigkeit eines Austauschs alle paar Jahre erübrigt. Jeder Rollstuhl wurde zusätzlich mit einem handgemachten Stofftier als Geschenk ausgestattet.


UNICEF schätzt, dass der genozidale Krieg bei mehr als 11.000 Kindern in Gaza Verletzungen hinterlassen hat, die ihr Leben grundlegend verändern und eine langfristige Rehabilitation sowie möglicherweise bleibende Behinderungen hinterlassen. Dazu gehören Kinder, die Amputationen sowie traumatische Hirn- und Rückenmarksverletzungen erlitten haben. In den massivsten Angriffsphasen der israelischen Armee, so „Global Protection Cluster“, verloren durchschnittlich zehn Kinder pro Tag ein oder beide Beine. Nach Angaben der Vereinten Nationen weist der Gazastreifen die weltweit höchste Dichte an Kindern mit Amputationen auf. Seit 2023 mussten bei über 4.000 Kindern nach Verletzungen durch israelische Angriffe Gliedmaßen amputiert werden.


„Wir möchten jedem kleinen Kind auf der Welt helfen, das einen Rollstuhl benötigt“, so der Mitbegründer der Organisation „Wheelchairs for Kids“, Olly Pickett. „Wir möchten ihnen so gut wie möglich helfen, und deshalb haben wir die Rollstühle dorthin geschickt. Je früher sie zu den Kindern gelangen, desto besser – dann können die kleinen Kinder ein viel besseres Leben führen. Ich glaube, es warten viele Kinder auf sie, die Amputationen hinter sich haben und daher nicht gehen oder sich fortbewegen können. Sobald sie einen Rollstuhl haben, können sie wieder hinausgehen und sich freier bewegen – das wäre wunderbar.“


Dr. Abdullah Al-Balawi, ein Arzt der Palestinian Australian New Zealand Medical Association (PANZMA), erklärte gegenüber dem Sender ABC, es bereite ihm „großen Schmerz“, die in jordanischen Lagern aufgestapelten Kisten zu sehen. „Diese Rollstühle, die für die Kinder in Gaza bestimmt sind, die Amputationen erlitten haben oder gelähmt sind … sie stellen keinerlei Bedrohung dar.“


Israel verweigert die Einfuhr dieser Lieferungen mit der Begründung, die Rollstühle könnten „doppelten Verwendungszweck“ („dual use“) haben, und stuft sie als potenzielle Waffen ein. Zu den weiteren Gegenständen, die Israel als „gefährlich“ einstuft, gehören Toilettensitze, Zeltstangen und Generatoren. Selbst die Einfuhr von Plumpy‘nut (Therapeutische Erdnusspaste), ein hocheffizientes Spezialnahrungsmittel, das Organisationen wie UNICEF und WFP einsetzen, um akut unterernährte Kinder in Krisenregionen zu retten, wurde wiederholt zurückgewiesen.

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Informationen entnommen aus:

Australian wheelchairs donated to Gaza stuck in Jordan warehouse

Von Matthew Doran and Sami Sockol, ABC News, 16. September 2026


Why Australian-made wheelchairs for children in Gaza are stuck in storage | ABC NEWS

 

Essential and Denied: Israel’s Dual-Use Policy in Gaza

Israel continues to define thousands of critical humanitarian items as “dual-use,” blocking or severely limiting their entry to Gaza. The restrictions are deadly and violate Israel’s obligations under international law

Gisha, 17. März 2026

 

Five things to know about the starvation in Gaza

What we’ve learned about this man-made crisis from our work treating and screening for malnutrition.

18. August 2025

 


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