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Junge Leben, die in unvorstellbarem Ausmaß vorzeitig beendet wurden: die 18.457 Kinder auf der Liste der Todesopfer im Gazastreifen

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  • 13. Okt.
  • 9 Min. Lesezeit

Die Namen der unten aufgeführten Kinder stehen auf einer Liste der Opfer der israelischen Offensive im Gazastreifen, die von den Gesundheitsbehörden des Gebiets geführt wird. Ende Juli umfasste sie 60 199 Namen, darunter 18 457 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Die Liste ist bei weitem nicht vollständig, denn sie enthält weder die Tausenden, die noch unter den Trümmern zerstörter Gebäude begraben sind, noch die vielen indirekten Opfer des Krieges.


Von Emma Graham-Harrison, Malak A Tantesh und  Alex Olorenshaw, The Guardian, 8. Oktober 2025


(Originalbeitrag in englischer Sprache, mit dazugehörendem Bildmaterial und vollständiger Namensliste der getöteten Kinder)

 

Yaqeen Yousef Sami Al-Tilawi, 1 Jahr alt

Abdel Aziz Faiq Mohammed Abu Taha, 14 Jahre alt

Sulaf Osama Wasfi Al-Wasifi, 5 Jahre alt

Ziyad Ziyad Ahmed Al-Qaq, 10 Jahre alt

Yumna Omar Riyad Al-Rifi, 4 Monate alt

Sham Yousef Khamis Al-Assar, 6 Jahre alt

Rakan Hamdi Yahya Al-Najjar, 10 Jahre alt

Getötet durch einen israelischen Luftangriff am 23. Mai 2025

Rakan lebte mit seinen Eltern Alaa und Hamdi, die beide Ärzte waren, und neun Geschwistern in Khan Younis. Kolleg*innen und Freunde berichten, dass die Kinder die ägyptische Staatsbürgerschaft hatten und dass Alaa und Hamdi geplant hatten, nach Ägypten zu gehen und ihre Kinder an der dortigen Hochschule in Kairo einzuschreiben. Am Morgen von Rakans Tod hatte Alaa das Haus verlassen, da sie als Kinderärztin im Nasser-Krankenhauskomplex arbeitete. Einige Stunden später traf ein israelischer Luftangriff das Haus der Familie, tötete Rakan und acht seiner Geschwister und verletzte einen seiner Brüder und seinen Vater schwer. Hamdi, sein Vater, starb wenige Tage später an seinen Verletzungen. „Meine einzige Hoffnung ist, dass die Getöteten nicht nur Namen auf Papier sind“, sagte Alayas Kollege im Nasser-Komplex, Dr. Ahmed al-Farra.

Mohammed Sami Jawad Al-Ajla, 15 Jahre alt

Louay Mohammed Fathi Yaghi, 2 Jahre alt

Abdel Karim Rafat Abdel Karim Al-Astal, 11 Jahre alt

Fathi Zayed Fathi Al-Majdalawi, 7 Jahre alt

Juna Ahmed Ramzi Kamel Al-Yaziji, 4 Jahre alt

Joud Mohammed Mansour Abdel Jawad, weniger als einen Tag alt

Omar Ahmed Abdel Naser Shamlakh, 4 Monate alt

Getötet bei einem israelischen Luftangriff am 8. Oktober 2023

Omar lebte in einer Wohnung in einem großen rosa Haus in Sheikh Eljeen im Südwesten von Gaza. Das Haus bestand aus zwei Stockwerken mit vier Wohnungen und wurde von drei Familien bewohnt. Er war das jüngste von zehn Opfern aus drei Generationen derselben Familie, die bei einem israelischen Luftangriff ums Leben kamen. „Die ganze Familie wurde unter den Trümmern begraben“, berichtet Waf’a Shamlakh, Omars Cousin, der in Großbritannien lebt, der Zeitung „The Independent“. „Sie fanden nur zwei vollständige Leichen. Die anderen zerstückelt oder nicht mehr zu erkennen.“ Über Omar und seinen zweijährigen Bruder Abdel, der ebenfalls getötet wurde, sagte Shamlakh: „Sie standen gerade am Anfang ihres Lebens, sie hatten noch Träume.“

Nour Mohammed Iyad Barzaq, 3 Jahre alt

Mariam Ahmed Walid Owaida, 5 Jahre alt

Farah Anwar Omar Zaher, 3 Jahre alt

Ahmed Mohammed Fuad Abu Askar, 17 Jahre alt

Hamza Osama Mohammed Al-Habash, 16 Jahre alt

Suhaib Abdullah Abdel Karim Faraj Allah, 1 Jahr alt

Yaqeen Khader Fathi Hammad, 12 Jahre alt

Getötet bei einem israelischen Luftangriff am 23. Mai 2025

Yaqeen, die jüngste Influencerin aus Gaza, gab in den sozialen Medien praktische Überlebenstipps für den Alltag unter Bombardements, beispielsweise Ratschläge, wie man ohne Gas mit improvisierten Methoden kochen kann. Sie spielte eine aktive Rolle im Ouena-Kollektiv, einer in Gaza ansässigen gemeinnützigen Organisation, die sich für humanitäre Hilfe einsetzt. In einem ihrer letzten Beiträge schrieb sie: „Heute war ein Tag der Freude für die Waisenkinder in Gaza – wir haben ihnen neue Kleidung geschenkt, um ihnen ein wenig Glück zu bringen.“ Sie wurde getöet, als eine Reihe schwerer israelischer Luftangriffe das Haus traf, in dem sie mit ihrer Familie in Deir al-Balah im Zentrum von Gaza lebte. Ihre durch die Bombardierung zerfetzte Leiche wurde unter den Trümmern geborgen.

Mahmoud Medhat Mahmoud Shaheen, 1 Jahr alt

Faris Iyad Rabie Wadi, 17 Jahre alt

Amal Ramadan Fuad Shahada, 10 Jahre alt

Khamis Mohammed Khamis Al-Naffar, 17 Jahre alt

Farid Mohammed Saher Al-Ghuf, 5 Jahre alt

Abdullah Ahmed Abdullah Al-Rifi, 1 Jahr alt

Nahedh Mohammed Adel Ramez Barbakh, 15 Jahre alt

Getötet von einem israelischen Scharfschützen am 25. Jänner 2025

Nahedh wurde zusammen mit seinem 20-jährigen Bruder Ramez von einem Scharfschützen getroffen, als sie den Befehlen des israelischen Militärs folgten, ein Gebiet westlich von Khan Younis zu evakuieren. Laut einem Zeugen, der vom in Genf ansässigen Euro-Med Human Rights Monitor befragt wurde, trug Nahedh eine weiße Fahne, um seiner Familie den Weg zu weisen, doch nachdem er nur wenige Schritte vom Haus entfernt war, wurde er von einer Kugel am Bein getroffen. Als der Teenager versuchte, zum Haus zurückzukehren, wurde er in den Rücken und in den Kopf geschossen, so der Zeuge. Ramez wurde ins Herz geschossen, als er versuchte, seinen Bruder zu retten.

Judy Tariq Sami Abu Shaaban, 12 Jahre alt

Aisha Yousef Muslim Mahani, 8 Jahre alt

Qasam Ahmed Riyad Abu Eida, 3 Jahre alt

Raed Jabr Saleh Abu Layla, 16 Jahre alt

Tasneem Mohammed Subhi Samara, 9 Jahre alt

Yousef Osama Yousef Qandil, 1 Jahr alt

Lana Ashraf Yasser Al-Ghusein, 10 Jahre alt

Getötet bei einem israelischen Luftangriff am 12. Juli 2025

Lanas Eltern benutzten selten ihren richtigen Namen, sondern bevorzugten ihren Spitznamen Lulu, was „Perle“ bedeutet, weil er den sanften Glanz widerspiegelte, den sie in das Familienleben brachte. „Sie hatte eine so fröhliche Persönlichkeit und ein Herz voller Güte“, sagt ihre Mutter Heba. Lulu wartete mit ihrem neunjährigen Bruder Karam neben einer Wasserverteilungsstation und hielt Kanister und Eimer in den Händen, als die Wasserverteilungsstation von Israel bombardiert wurde. Sie starben sofort, wurden von der Wucht der Explosion zerfetzt und waren so entstellt, dass ihr Vater Ashraf seine Frau Heba daran hinderte, ihre Leichen zu sehen.

Dawood Fadl Mohammed Saq Allah, 17 Jahre

Nour Mohammed Samir Abdel Nabi, 3 Jahre alt

Qais Mohammed Ramadan Obaid, 1 Monat alt

Huda Mohammed Nabil Al-Bas, 5 Jahre alt

Mohammed Ayman Saber Al-Helou, 10 Jahre alt

Ihab Ahmed Yousef Al-Hamarna, 13 Jahre alt

Khaled Mohammed Fathi Jabr, 7 Jahre alt

Getötet bei einem israelischen Luftangriff am 17. Oktober 2025

Es bedurfte einer Operation und einer fünfjährigen IVF-Behandlung, bis Khaleds Mutter Amal zum ersten und einzigen Mal schwanger wurde. Er kam fast zwei Monate zu früh zur Welt und hatte einen Zwillingsbruder, Adam, der im Alter von drei Tagen starb. Khaled wurde zur Spezialbehandlung in ein Krankenhaus in Jerusalem verlegt. Aufgrund seines geschwächten Immunsystems war er bis zu seinem vierten Lebensjahr immer wieder im Krankenhaus, doch dann verbesserte sich sein Gesundheitszustand und Amal konnte sich in ihrem Haus in Tal al-Hawa im Westen des Gazastreifens in einen normalen Lebensrhythmus einleben. Amal fand Freude an kleinen Dingen, bereitete Schulmaterial vor und brachte Khaled zum Fußball, Schwimmen und Reiten im Friends Equestrian Club, wo er eine besondere Beziehung zu einem Pferd namens Shams entwickelte. Nachdem Israel als Reaktion auf den Angriff der Hamas am 7. Oktober Luftangriffe auf Gaza gestartet hatte, floh die Familie nach Süden zu Amals Eltern nach Rafah, das Israel zur Sicherheitszone für Zivilist*innen erklärt hatte. Zehn Tage später wurde Khaled bei einem israelischen Luftangriff zusammen mit seinem Großvater, seinem Onkel, seiner Tante, seinen Cousins und elf weiteren Verwandten getötet.

Wael Amir Wael Assaf, 7 Monate alt

Afnan Said Nabil Shbat, 13 Jahre alt

Rital Ihab Atallah Abu Ulba, 12 Jahre alt

Yousef Abdullah Mohammed Abdel Hadi, 2 Jahre alt

Khaled Yahya Khaled Abu Hilal, 3 Jahre alt

Sama Amjad Misbah Al-Dabous, 16 Jahre alt

Elias Osama Izz Al-Din Abu Jamea, 16 Jahre alt

Getötet durch einen israelischen Drohnenangriff, 12. Februar 2024

Elias, der geistig und körperlich behindert war, befand sich mit seinem 19-jährigen Bruder Muhib vor seinem Zelt in einem Flüchtlingslager in Rafah, als beide Geschwister bei einem nächtlichen Angriff einer bewaffneten israelischen Drohne getötet wurden. „Wir hörten Schüsse um uns herum“, berichtet ihr Vater Osama dem Euro-Med Human Rights Monitor. „Da wir nicht wussten, was los war, ging ich aus dem Zelt hinaus, um mich umzusehen, und sah, dass alle wegliefen. Als sie die Schüsse hörten, wachten meine Buben auf und fragten, was los sei.“ Osama berichtet, dass „in weniger als einer Minute“ ein Quadcopter über ihnen begann, „direkt auf unser Zelt“ zu schießen. Er sei verwundet worden, sagt er, und seine Söhne wurden getötet.

Shahd Wafiq Mohammed Ghanna, 10 Jahre alt

Yazan Imad Mohammed Baraka, 17 Jahre alt

Khalil Wael Khalil Tamous, 17 Jahre alt

Aisha Iyad Abdullah Miqdad, 12 Jahre alt

Hossam Falah Atallah Al-Hasanat, 9 Jahre alt

Akram Hassan Muslim Al-Helou, 16 Jahre alt

Hind Rami Iyad Rajab, 5 Jahre alt

Getötet durch israelische Schüsse am 29. Jänner 2025

„Ich habe solche Angst, bitte kommt“, waren einige der letzten Worte, die Hind in einem Telefonat mit den Rettungskräften sagte, nachdem das Auto ihrer Familie in Gaza-Stadt unter Beschuss geraten war, als sie versuchten, vor den herannahenden israelischen Streitkräften zu fliehen. Hinds Onkel, Tante und drei Cousins wurden zunächst getötet. Hind und eine weitere Cousine, die 15-jährige Layan, überlebten und kontaktierten den Palästinensischen Roten Halbmond. Layan wurde später ebenfalls getötet, nachdem sie selbst einen erschütternden Hilferuf abgesetzt hatte. „Sie schießen auf uns. Der Panzer ist direkt neben mir. Wir sind im Auto, der Panzer ist direkt neben uns“, schrie Layan, während im Hintergrund intensive Schüsse zu hören waren, bevor sie verstummte und die Schüsse aufhörten. Hind blieb stundenlang im Auto sitzen, umgeben von ihren toten Verwandten, während Sanitäter versuchten, sie zu retten. Das Rettungsteam traf schließlich in der Gegend ein, aber der Kontakt zu ihnen und Hind brach ab. Sowohl Hind als auch die Sanitäter wurden später tot aufgefunden. Eine Untersuchung von Forensic Architecture kam zu dem Schluss, dass ein israelischer Panzer aller Wahrscheinlichkeit nach 335 Schüsse auf das Auto abgefeuert hatte.

Ibrahim Kamal Ibrahim Shaheen, weniger als einen Tag alt

Misk Mahmoud Ismail Al-Aswad, 2 Jahre alt

Noura Musab Kamal Abu Naim, 3 Jahre alt

Rayan Othman Ayoub Al-Abadla, 5 Jahre alt

Yasser Mahmoud Ouda Al-Awaisi, 15 Jahre alt

Samaher Fadi Khamis Tanbora, 5 Jahre alt

 

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Ende Juli standen 18.457 Kinder auf der langen offiziellen Liste der palästinensischen Opfer des Krieges Israels im Gazastreifen. Über einen Zeitraum von fast zwei Jahren entspricht dies einer Bombe, einer Kugel oder einer Granate, die jede Stunde eines jeden Tages einen Jungen oder ein Mädchen tötet.

In der Realität sind die Todesfälle nicht so gleichmäßig verteilt. Geschwister, Cousins und Spielkameraden werden oft gemeinsam durch einen Luftangriff oder eine Artilleriegranate getötet. Selbst Kinder, die von Scharfschützen oder Quadcoptern erschossen wurden, werden manchmal in Gruppen in Krankenhäuser gebracht, berichten Ärzt*innen.

Zusammen machen sie fast ein Drittel aller Kriegstoten aus, deren Leichen vor der Beerdigung geborgen und identifiziert wurden.

Die Liste der namentlich genannten Opfer, die von den Gesundheitsbehörden in Gaza geführt wird, wird von der internationalen Gemeinschaft, den Vereinten Nationen und dem israelischen Militär als zuverlässig anerkannt, obwohl israelische Politiker*innen häufig versuchen, sie zu diskreditieren.

Die strengen Regeln, die ihre Glaubwürdigkeit gewährleisten, bedeuten jedoch auch, dass sie nicht das gesamte Ausmaß der Tragödie erfassen kann, die den Kindern von Gaza und ihren Familien widerfahren ist – und nach wie vor widerfährt.

Nicht in dieser Zahl enthalten sind Tausende Opfer, die noch immer unter den Trümmern zerstörter Gebäude begraben sind, sowie die vielen indirekten Opfer des Krieges. Die Blockade Israels hat zu einer lebensbedrohlichen Verknappung von Lebensmitteln, Medikamenten, sauberem Wasser und Treibstoff geführt.

Mindestens 150 Kinder sind an Hunger gestorben. Der Mangel an sauberem Wasser, grundlegenden Medikamenten wie Antibiotika und medizinischer Versorgung für Krankheiten wie Krebs hat zu vielen weiteren Todesfällen geführt, die laut Gesundheitsbehörden während der anhaltenden Kämpfe nicht gezählt werden können.

Viele der Kinder, die die Angriffe überlebt haben, tragen lebensverändernde Verletzungen davon. Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden mehr als 40 000 Kinder im Krieg verletzt. In Gaza leben heute mehr Kinder mit Amputationen als an irgendeinem anderen Ort der Welt.

Menschenrechtsgruppen, Völkermordforscher*innen, internationale Politiker*innen und eine UN-Kommission sind zu dem Schluss gekommen, dass Israel in Gaza Völkermord begeht, und führen dafür Beweise wie Massenmorde an Zivilist*innen an.

Das Ausmaß der Opfer unter Kindern übertrifft bei weitem das von Konflikten in Israel und den besetzten palästinensischen Gebieten sowie in der gesamten Region in den letzten Jahrzehnten.

Im Jahr 2008 wurden bei der israelischen Operation „Gegossenes Blei” innerhalb von 22 Tagen 345 Kinder in Gaza getötet, wie Statistiken der Menschenrechtsorganisation B‘tselem zeigen. Im Jahr 2014 wurden bei israelischen Angriffen während der 50-tägigen Operation „Protective Edge” 548 Kinder getötet.

Im Irak wurden in dem 15-jährigen Zeitraum zwischen 2008 und 2022, in dem das „Kalifat” des Islamischen Staates entstand und wieder zerstört wurde, 3 119 Todesfälle von Kindern im Krieg von den Vereinten Nationen bestätigt.

„Insgesamt ist klar, dass Kinder in Gaza eine der schlimmsten Gefährdungssituationen erleben, die wir in den letzten Jahrzehnten dokumentiert haben“, sagte Gudrun Østby, Professorin am Friedensforschungsinstitut Oslo (PRIO), das die globalen Auswirkungen von Kriegen untersucht. Alle Kinder in Gaza sind einer „extremen Konfliktintensität“ ausgesetzt, ein Maßstab, den das Friedensforschungsinstitut PRIO als Leben in weniger als 50 km Entfernung von Ereignissen definiert, bei denen mindestens 1 000 Menschen innerhalb eines Jahres durch Kämpfe getötet wurden.

Die blutigste Phase des syrischen Bürgerkriegs, der 2011 begann, bietet einen gewissen Vergleich. „[In Syrien] lebte von 2012 bis 2015 jedes Jahr mehr als die Hälfte aller Kinder in unmittelbarer Nähe zu extremen Konfliktgeschehnissen“, sagte Østby. Das Syrian Network for Human Rights dokumentierte mehr als 19 000 Kinder, die in den ersten vier Jahren des Konflikts getötet wurden. Die Bevölkerung Syriens zu Beginn dieses Krieges war etwa zehnmal so groß wie die Bevölkerung Gazas im Jahr 2023.

Laut Save the Children wurde etwa jedes 50. Kind, das vor dem Krieg in Gaza lebte, durch israelische Angriffe getötet.

Die Generäle und Soldaten Israels sind sich bewusst, dass sie eine große Anzahl von Kindern töten. Der ehemalige Chef des Militärgeheimdienstes sagte während eines Großteils des Krieges, es sei „jetzt egal“, ob Kinder unter den Toten seien.

Einige Politiker*innen haben argumentiert, dass Kinder legitime Ziele seien, weil sie als menschliche Schutzschilde benutzt würden, und der Satz „Es gibt keine Unschuldigen in Gaza“ ist in Israel alltäglich geworden.


ree

 

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