top of page

UNICEF: Israelische Armee tötet Kinder und bombardiert Ernährungshilfsgüter

  • vor 1 Tag
  • 2 Min. Lesezeit

Gaza ist weitgehend aus den deutschsprachigen Medien verschwunden. Und dies, obwohl die israelische Armee binnen fünf Tagen (zwischen dem 23. und 28. August) nicht nur mindestens vier Kinder getötet und viele weitere verletzt, sondern auch ein Lagerhaus mit UNICEF-Nahrungsmitteln angegriffen und zerstört sowie eine von UNICEF unterstützte Wasserversorgungsanlage schwer beschädigt hat.


Zu den Kindern, die getötet wurden, gehören zwei Buben im Alter von zwei und vier Jahren, die bei verschiedenen Angriffen getötet wurden, ein 10-jähriges Mädchen, das in ihrem Zelt von Bodenfeuer getroffen wurde, sowie ein 16-jähriger Junge, der an den schweren Verletzungen starb, die er bei einem früheren Angriff erlitten hatte. Am 25. August wurden drei Kinder im Alter von acht, zehn und siebzehn Jahren von israelischen Soldaten angeschossen und zwei 11-Jährige durch Splitter nach Angriffen verwundet, wodurch sie lebensverändernde Verletzungen erlitten.


Ebenfalls am 25. August wurde ein Lagerhaus mit UNICEF-Ernährungshilfegütern im Wert von mehr als 770.000 US-Dollar durch einen Angriff zerstört. Die lebenswichtigen Ernährungshilfegüter waren für die Versorgung von mehr als 40.500 schutzbedürftigen Kindern im Alter zwischen 6 Monaten und zwei Jahren sowie von 4.900 schwangeren und stillenden Frauen bestimmt.


Die Beschädigung der von UNICEF unterstützte Wasserversorgungsanlage durch die israelische Armee wiegt ebenfalls besonders schwer, da der Zugang zu sicherem und ausreichendem Wasser für die Gesundheit und das Wohlergehen von Kindern während der heißesten Sommermonate besonders wichtig ist. Über 70 Prozent der Wasser- und Sanitärinfrastruktur im Gazastreifen gelten als zerstört oder beschädigt, die Mehrheit der Menschen in Gaza hat nur Zugang zu drei bis sechs Litern Wasser pro Person und Tag; darin enthalten ist bereits die Menge an Wasser für Körperpflege, zum Trinken und zur Zubereitung von Mahlzeiten. Der weltweite Standard liege bei 100 Litern pro Person und Tag, während die Mindestgrenze laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Notsituationen bei 15 Litern liegt. Menschen in Gaza verfügen oftmals also nur über einen Bruchteil der Mindestmenge.

__________________________________


Informationen entnommen aus:

 

Four children killed as separate attacks destroy humanitarian supplies and damage critical water infrastructure in Gaza

UNICEF, 28 August 2026


Health risks: Drinking-water and sanitation



 

Kommentare


bottom of page